Der Unterschied zum Zahnarzt

Ein Kieferorthopäde unterscheidet sich von einem Zahnarzt durch eine spezialisierte Weiterbildung von über drei Jahren im Fach Kieferorthopädie nach dem Studium an einer Universität oder in einer kieferorthopädischen Fachpraxis. Nach Abschluss dieser Weiterbildung muss er eine zusätzliche Prüfung ablegen. Der Kieferorthopäde behandelt ausschließlich Zahn- und Kieferfehlstellungen. Regelmäßige halbjährliche Kontroll- und Prophylaxeuntersuchungen führt weiterhin der behandelnde Zahnarzt durch.

Warum Kieferorthopädie?

Die Notwendigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung ergibt sich nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch aus zahlreichen gesundheitlichen Aspekten. Eng stehende Zähne erschweren beispielsweise die Zahnpflege und können zu Karies und Parodontitis führen. Eine Kieferfehlstellung kann zu Problemen beim Kauen, Sprechen und Schlucken führen und sogar zu psychischen Problemen sowie Spannungskopfschmerzen oder Nacken- und Rückenschmerzen aufgrund langjähriger Fehlbelastung der Kiefergelenke.

Wann ist der günstigste Behandlungszeitpunkt?

Die kieferorthopädische Behandlung ist altersunabhängig! Sie umfasst nicht nur die Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche, sondern auch die Möglichkeit der Zahnkorrektur bei Erwachsenen bis ins hohe Alter. Idealerweise sollten Kinder bereits im Alter von acht bis zehn Jahren zum ersten Mal vorgestellt werden. Eventuell auftretende Zahn- und Kieferfehlstellungen können dann rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Es gibt jedoch auch Kinder, die eine Behandlung bereits früher benötigen, zum Beispiel bei Daumenlutschen, vorzeitigem Milchzahnverlust oder falscher Verzahnung.


Zu den Anzeichen für eine kieferorthopädische Behandlung gehören: sehr weit vorstehende obere Zähne, fehlender Kontakt zwischen den Zähnen, eng stehende Zähne, große Lücken, Gesichtsasymmetrie, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Kauen, Schmerzen beim Zusammenbeißen und Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder -syndrome.

Behandlungsablauf

Der Behandlungsablauf beginnt mit einem Vorstellungs- und Beratungstermin von etwa 15 Minuten. Dabei wird die Zahnfehlstellung untersucht, die Notwendigkeit einer Behandlung festgestellt und ein individueller Behandlungsplan erstellt. Es wird der Behandlungszeitpunkt mit den Eltern abgesprochen und Erläuterungen zu den Kassenleistungen gegeben.

Die Übernahme einer kieferorthopädischen Behandlung für Kinder unter 18 Jahren erfolgt je nach Schwierigkeitsgrad der Zahn- und Kieferfehlstellung durch die Krankenkasse. Bei Bedarf kann auch eine Privatbehandlung durchgeführt werden.

Die Dauer der Behandlung hängt von der Art und dem Umfang der Zahnfehlstellung und vom Zeitpunkt des individuellem Zahnwechsels ab. Eine Frühbehandlung dauert für Kinder im Alter von etwa sechs bis neun Jahren etwa 1,5 Jahre und umfasst hauptsächlich herausnehmbare Spangen.

Eine reguläre Behandlung für Kinder ab etwa dem zehnten Lebensjahr dauert ca. 3 Jahre für die aktive Behandlung der Zahn- und Kieferbewegungen und 1-2 Jahre Retentionszeit (Stabilisierung).

Hinweise für die ersten Tage mit der neuen Zahnspange

Die ersten Tage mit einer neuen Zahnspange können ungewohnt sein. Es kann zu leichten Beschwerden kommen, die jedoch mit der Zeit nachlassen. Wir geben wichtige Hinweise, wie diese Zeit möglichst angenehm gestaltet werden kann.

Hilfsmittel für eine richtige Zahnpflege

Eine gute Zahnpflege ist während der kieferorthopädischen Behandlung besonders wichtig. Wir zeigen geeignete Hilfsmittel und Techniken, um Zähne und Zahnspange optimal zu reinigen.

Hinweise zur Ernährung

Bestimmte Lebensmittel können während der kieferorthopädischen Behandlung vermieden werden, um Schäden an der Zahnspange zu vermeiden. Wir geben Empfehlungen zur Ernährung während der Behandlung.

Unterteilung der herausnehmbaren Spangen

Herausnehmbare Spangen werden je nach individuellem Behandlungsziel in verschiedene Kategorien unterteilt, wie aktive Spangen, funktionskieferorthopädische Spangen und passive Spangen.

Zusätzliche Leistungen

Zu unseren zusätzlichen Leistungen gehören unter anderem die Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, Logopäden und Kieferchirurgen, Schienentherapie bei Kindern und Erwachsenen, Zahnentfernung und operative Freilegung von Zähnen bei Platzmangel im Kiefer, Begleitung von Syndrom-Patienten und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Allgemeinärzten, HNO-Ärzten, Hals-Nasen-Ohren-Chirurgen, Kinderärzten und Hausärzten.“

Diese Information deckt eine breite Palette von Themen ab und bietet einen umfassenden Überblick über die kieferorthopädische Behandlung.